Checkliste Shootingvorbereitung

Die organisatorische Vorbereitung der Fotoaufnahmen

Architekturfotograf*innen können nur den Zustand aufnehmen, in dem sich ein Haus am vereinbarten Aufnahmetag befindet. Für den Aufnahmetag müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Aufnahmen in der gewünschten Qualität erstellt werden können. Dazu ist eine enge Abstimmung zwischen Auftraggeber*innen, der Bauleitung und Nutzer*innen vor Ort hilfreich.

Die folgende Liste soll Auftraggeber*innen zur Überprüfung dienen, ob gegebenenfalls störende Umstände die Aufnahmen behindern oder sogar unmöglich machen. Sie dient dazu, Fotograf*innen und Auftraggeber*innen vor Überraschungen vor Ort zu schützen, etwa durch Missverständnisse der lokalen Gegebenheiten, nicht ausgeführte Arbeiten am Objekt oder Events in der Stadt, die die Fotoproduktion behindern oder verkomplizieren.

Bereit? – die organisatorische Vorbereitung der Fotoaufnahmen

    • Adresse des Objekts

    • Wesentliche Planunterlagen (Lageplan, relevante Grundrisse, ggfs. Schnitte und/oder Ansichten)

    • Namen und Kontaktdaten wichtiger Ansprechpersonen (Hausmeister*innen, Haustechniker*innen; insbesondere Mobilfunknummern sind vor Ort wichtig)

    • Kann der/die Architekturfotograf*in selbstständig durch das Gebäude laufen oder ist eine Begleitung notwendig?

  • Die Festlegung des besten Aufnahmezeitraums stellt alle Beteiligten immer wieder vor Herausforderungen. Viele Faktoren können eine Rolle spielen. Manche davon können mehrere separate Aufnahmetermine erforderlich machen:

    • Welches Zeitfenster steht für die Aufnahmen zur Verfügung?

    • Steht dieser Termin eindeutig fest oder kann er sich – zum Beispiel aufgrund von Verzögerungen beim Baufortschritt – noch verschieben?

    • Welche Möglichkeiten bestehen, einen geplanten Aufnahmetermin bei ungünstigen Wetterbedingungen zu verschieben?

    • Werden fertig bearbeitete Aufnahmen zu einem bestimmten Zeitpunkt – zum Beispiel für die Pressearbeit – benötigt?

    • Können alle gewünschten Fotografien an einem einzigen Termin gemacht werden oder sind mehrere Termine notwendig?

    • Wird die Dokumentation des puren Raums vor der Nutzung gewünscht oder ist gerade die Belebung durch die Nutzung interessant? Hier kann auch eine Rolle spielen, ob mit dem Einzug der Nutzer*innen Möblierung eingeräumt wird, an deren Auswahl der Architekt nicht mitwirken konnte.

    • Sind alle Bauleistungen abgeschlossen?

    • Sind alle Gerüste abgebaut und alle Hubsteiger entfernt?

    • Sind Baustellencontainer, Bauzäune, Bautoiletten und Ähnliches abgebaut?

    • Ist eine Endreinigung erfolgt? Das betrifft insbesondere Böden, Möblierungen

    • und Fenster. Sind Schutzfolien über Leuchten und anderen technischen Geräten

    • entfernt?

    • Werden noch Mängelbeseitigungen oder Restarbeiten durchgeführt, die

    • mit den Fotoaufnahmen kollidieren können?

    • Sind Abnahmen oder Übergaben für den Tag der Fotoaufnahmen geplant?

    • Sind die Nutzer*innen und Hausmeister informiert, dass noch nicht mit dem Einzug begonnen werden kann?

    • Stehen bei möblierten Räumen die Möbel gemäß der Möblierungsplanung?

    • Sind die Außenanlagen fertiggestellt? Diese werden oft erst fertig, wenn das Haus bereits bezogen ist.

    • Sind neuangelegte Bepfl anzungen und Rasenflächen ausreichend angewachsen? Bepflanzung benötigt Zeit zum Gedeihen und ist häufig erst mehrere Wochen nach Baufertigstellung in einem „fotogenen Zustand“.

    • Ist sichergestellt, dass keine Fahrzeuge auf Flächen parken, die dafür nicht vorgesehen sind? Lieferfahrzeuge von Handwerker*innen, aber auch Autos von Nutzer*innen werden häufi g direkt vor dem Gebäude

    • abgestellt. Sie sind dann direkt im Bild oder in Spiegelungen der Fenster zu sehen und erschweren so die Außenaufnahmen.

    • Auch wenn nur Innenaufnahmen geplant sind, können Baustellenreste im Außenbereich über Ausblicke durch Fenster die Aufnahmen eventuell beeinträchtigen.

    • Sind alle Leuchten funktionsfähig und von den Fotograf*innen eigenständig ansteuerbar?

    • Sind die Jalousien / der Sonnenschutz funktionsfähig und für die Fotograf*innen ansteuerbar?

    • Lässt sich in automatisierte Steuerungsprozesse der Haustechnik – zum Beispiel die Beleuchtung der Fassade und Außenanlagen – manuell eingreifen?

    • Sind Techniker*innen vor Ort, um gegebenenfalls auftretende Probleme lösen zu können?

    • Sind Mitarbeitende über das Shooting informiert?

    • Finden Events im oder vor dem Gebäude statt? (Auch Großveranstaltungen in der Nähe können hinderlich sein.)

    • Können – zum Beispiel in der Weihnachtszeit, um Ostern oder zu anderen Festen – Dekorationen stören?

    • Sind die Räume aufgeräumt und in einem Zustand, den sie auf den Fotografien wiedergeben sollen?